Archiv für August 2018

Jobcenter/Senatorin benutzen Umsonstladen

Auf der Grundlage eines Papiers der neoliberalen Bertelsmann-Stiftung (ein Steuersparmodell und insbesondere ein Machtinstrument der Familie Mohn, der Stiftung gehört der Großteil der Bertelsmann AG) haben SPD/Grüne die Agenda 2010/Hartz-Gesetze verbrochen. Damit haben sie Armut, Spaltung, Entrechtung und Hetze in Deutschland forciert. Doch es ist die gesamte Einheitspartei SPDCDUAFDCSUFDPGrüne, die mitmischt. Nun mussten wir feststellen, dass im Jobcenter eine Liste für den schmalen Geldbeutel ausliegt, auf der wir aufgeführt sind. Wir sind angewidert von dieser Vereinnahmung und haben ein Schreiben verschickt:

Brief an Senatorin

Filmtipp: BRAND I – III

BRAND I Vom Eigentum an Land und Wäldern, 113 min
BRAND II Gegenwart der Dörfer und Bepreisung von Natur, 111 min
BRAND III Widerstand im reichen Land, 120 min

Eine Reise im Rheinischen Braunkohlenrevier und eine Denkreise zum Kern der ökologischen Krise. Eine Film-Trilogie über Fossiles Wirtschaften, Braunkohle, Klimapolitik und den Widerstand im Rheinischen Revier.
Jeder der drei Filme ist eigenständig. In der Trilogie ergeben sie ein neues Ganzes und vertiefen sich gegenseitig. Von Susanne Fasbender in Kooperation mit dem Hambacher Forst Filmkollektiv.

http://www.brandfilme.org/
http://www.brandfilme.org/trailer.html

(zu sehen im Umsonstladen am 11.9, 19.9 und 21.9, siehe Programm September. Der September steht bei uns im Zeichen der Solidarität mit dem Hambacher Forst, gegen die Zerstörungswut von RWE und Polizei.)

AktivistInnen schreiben: „Der Energiekonzern RWE und die Landesregierung NRW planen in dem Zeitraum von Ende August bis Ende September die Waldbesetzung im Hambacher Forst mit einem polizeilichen Großaufgebot zu räumen. Das z.Z. wichtigste Symbol des Widerstands gegen des fossilistischen Kapitalismus soll abgeräumt werden. Eine Energiewende und Klimapolitik von unten soll es nicht geben – insbesondere nicht, wenn der neuaufgestellte Doppelkonzern RWE-EON das sagen hat.“

Weitere Infos und Unterstützungsmöglichkeiten findet Ihr unter:
https://hambacherforst.org/blog/

Zum Antikriegstag: Sterben/Töten fürs Vaterland

Gefallene

Stille kalter Nächte
umhüllt schattige Gebilde
im blutverschmierten Weiß der Zeit,
Strahlen des Morgens treffen auf seelenlose Starre
und einsames Sterben, letzte Worte, Gedanken,
dann Schweigen.

Verwesung steigt zum Himmel,
Leiber verbleiben im Sumpf des Hasses,
flammendes Treiben erobert die Ferne,
tödliche Waffen ziehen weiter
und mit ihnen lüstern der Tod.

Heidrun Gemähling
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Jingle zum Antikriegstag

Zu finden auf der Seite La Resistance – Ingolstadt:

Jingle Antikriegstag

Willkommen in der Nachbarschaft: Ølhafis

Die Oelhafen Wagengruppe findet Ihr an der Neuenlander Straße zwischen der Jet Tankstelle und Metro, 100m entfernt von der Flugzeug Startbahn.

„Ihr könnt uns auf alle erdenklichen weisen Supporten, ob ihr einfach vorbei kommt und uns Gesellschaft leistet, ein Zelt aufstellt und mit uns am Lagerfeuer sitzt, Soliaktionen startet, mit euren Lastern, Wohnwägen, Bauwägen, dazu stoßt oder eine Email an den Bremer Senat schickt mit der Forderung nach einer Dauerlösung für den Oelhafen.“
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Grüße nach Berlin: Liebig 34

Liebig 34 bleibt! Gegen Gentrifizierung und Patriarchat!

Die Liebig 34 ist ein selbstverwaltetes, anarcha-queer-feministisches Hausprojekt und besteht aus drei Kollektiven: dem Infoladen „Daneben“, dem Veranstaltungsraum „L34-Bar“ und dem Wohnprojekt.

Die Liebig 34 wurde 1990 wie auch viele andere Häuser in Berlin besetzt und später legalisiert. Nach einem gescheiterten Versuch das Haus kollektiv zu kaufen, wurde ein Pachtvertrag für 10 Jahre aufgesetzt. Im Dezember 2018 endet der Vertrag. Das Haus gehört wie auch über 200 andere in und um Friedrichshain Gijora Padovicz und einem seiner Unternehmen Siganadia Grundbesitz GmbH, die bekannt sind für das systematische Aufkaufen, Räumen und Zerstören von Häusern, Hausgemeinschaften und Hausprojekten, um daraus einen höheren kommerziellen Profit zu ziehen. Mit diesem Vorgehen geht immer mehr erschwinglicher Wohnraum in Berlin verloren.
http://liebig34.blogsport.de/

In ein paar Tagen: 1. September – Antikriegstag

Schreie

Schreie brechen uns nieder.
Irrende Rufe umkrallen uns.
Der Weltenwahnsinns Orgeldröhnen rüttelt Tage und Nächte.
Wie eine Mutter deckt sich der Himmel um seine Bäume:
Sie sollen das Grauen nicht sehen!
Bettet in Schnee seine Blumen:
Sie sollen nicht schaudern!
Aber wir stehen ganz, ganz allein,
O Leben! LEBEN!!
Warum hast du uns verlassen!!

Edlef Köppen

Mal ein Gleichnis: Staat

„Man stelle sich den Staat als einen Käfig vor, in dem die Vögel an Stangen festgebunden sind. Manche haben den Futternapf direkt vor dem Schnabel, die meisten müssen zusehen, wie die Begünstigten daraus fressen. Die Liberalen wünschen, dass man die armen Tiere losbinde, damit sie sich in dem engen Käfig um die paar Futternäpfe balgen können. Sie nennen das: laisser faire, laisser aller. Die Sozialdemokraten wollen alle Vögel auf einer einzigen Stange rings um einen mächtigen Futternapf festbinden und den Käfig entfernen. Die Anarchisten wünschen die Vögel losgebunden und den Käfig beseitigt zu sehen. Daher unsere Gemeingefährlichkeit.“

Erich Mühsam