Mal etwas Humor: KOKO GUTER VOGEL

In Anbetracht eines Bildes, das einen Vogel beim Füttern der Jungen zeigt, scherzt die 10-jährige Koko in Gebärdensprache:

KOKO: „Das ich“ (und zeigt auf den erwachsenen Vogel).
Barbara: „Bist du das wirklich?“
KOKO: „Koko guter Vogel.“
Barbara: „Ich dachte, du bist ein Gorilla.“
KOKO: „Koko Vogel.“
Barbara: „Kannst du fliegen?“
KOKO: „Gut“ („Gut“ kann auch „ja“ bedeuten.)
Barbara: „Zeig es mir.“
KOKO: „Nachmachen Vogel, Clown.“
(KOKO lacht.)
Barbara: „Du neckst mich.“ (KOKO lacht.)
Barbara: „Was bist du wirklich?“
KOKO (lacht wieder und macht nach einer Weile die Zeichen): „Gorilla KOKO“.

Die Gorilladame KOKO verstarb am 19. Juni 2018 mit 47 Jahren in Kalifornien. Sie kannte und nutzte mehr als 1000 ASL-Zeichen (vereinfachte Version der amerikanischen Gebärdensprache), einige Zeichen erfand sie sogar selbst. Sie konnte bis zu sechs Begriffe zu einem Satz kombinieren, wobei sie auch von ihr neugeschaffene Begriffe benutzte. Sie verstand auch mehr als 2000 Wörter gesprochenes Englisch, auf gesprochene Fragen antwortete sie in Gebärdensprache, und sie kannte das Alphabet, konnte sogar einige Worte wie ihren Namen lesen.
„Sie verstand und verwendete Worte, die sich auf die Zeit bezogen, wie „vorher“, „nachher“, „später“ und „gestern“. Sie lachte über ihre eigenen Scherze und die anderer. Sie weinte, wenn sie verletzt oder allein gelassen wurde, und schrie, wenn sie sich fürchtete oder ärgerte. Sie sprach über ihre Gefühle und verwendete dabei Worte wie „glücklich, „traurig“, „furchtsam“, „freuen“, „begierig“, „enttäuschen“, „böse“ und sehr oft „Liebe“. Sie trauerte um diejenigen, die sie verloren hatte und sie konnte darüber sprechen, was geschieht, wenn jemand stirbt, aber sie wurde nervös und es war ihr unangenehm, wenn man sie aufforderte, über ihren eigenen Tod oder den Tod ihrer Freunde zu sprechen. Sie konnte außerordentlich zärtlich mit jungen Katzen oder anderen kleinen Tieren umgehen. Und sie hat sogar Mitgefühl für andere gezeigt, die sie nur auf Bildern gesehen hatte.“

aus dem Nachruf KOKO, the Talking Gorilla von Colin Goldner, in: Tierbefreiung, 26. Jahrgang, Heft 100, September 2018
Der Artikel spricht sich gegen Gefangenhaltung und Nutzung von Tieren in Zoos, Zirkussen oder Laboren aus.

weitere Infos zum Magazin: http://www.tierbefreiung.de/