Im Kapitalismus sind die Verhältnisse zwischen Menschen von
Konkurrenz geprägt und werden zunehmend zu über Geld
vermittelten Warenverhältnissen. Das greift die Psyche jede*r
Einzelnen an, tötet tagtäglich – gerade im Globalen Süden –
zahlreiche Menschen im und durch den Arbeitsprozess und zerstört
unsere Lebensgrundlagen auf der Erde. Geld schließt aus. Nur wer
Geld hat, kann sich eigene Bedürfnisse erfüllen. Wir sind dagegen
davon überzeugt davon, dass jede* das Recht auf ein gutes Leben
hat. Was verstehst du unter einem guten Leben?
Wir verstehen uns als Versuch einer gelebten Alternative mit dem
Ziel herrschaftsfreie, solidarische Verhältnisse jenseits von
Kapitalismus zu denken und zu entwickeln. Anarchistische Kritik war
dabei von Anfang an ein wichtiger Impuls, den Umsonstladen und
das Netz Umsonstökonomie aufzubauen. Wir freuen uns immer
darüber, wenn sich Gespräche über die Idee des Ladens und über
Umsonstökonomie entwickeln.

Kapitalismus ist aber nicht das einzige zerstörende
Herrschaftsverhältnis, dem wir gegenüberstehen und dass jede*
auch mehr oder weniger ausgeprägt verinnerlicht hat und somit in
sich trägt. Wir wünschen uns, dass alle im Umsonstladen sensibel
gegenüber Diskriminierung miteinander umgehen, sich auf
Augenhöhe begegnen. Greife selbst ein oder hole dir Unterstützung,
wenn du z.B. sexistisches oder rassistisches Verhalten beobachtest
oder davon betroffen bist.

Die Befreiung vom Geld und Eigentum

In der Befreiung vom Geld und Eigentum sehen wir eine zentrale
Grundvoraussetzung für eine sich selbst befreiende Gesellschaft. Die
bewusste Selbstorganisation der Produzierenden, also eine radikale
Alltagspraxis, wird in diesem Ansatz zur Grundlage der
revolutionären Umgestaltung.
Das Buchprojekt der Theoriegruppe im Netz Umsonstökonomie wird
voraussichtlich 2018 erscheinen >>
we.riseup.net/geldundeigentumabschaffen

Alternativen aufbauen

Unser Anliegen ist ein solidarisches Miteinander und die Schaffung
von Freiräumen sowie eine praktische Kritik an Ware, Wert und
Eigentum, Patriarchat, Rassismus und anderen
Herrschaftsverhältnissen, nicht die Armutsverwaltung!Die Entwicklung von Alternativen beginnt bei jede*r Einzelnen selbst.
Nimm dein Leben selbst in die Hand.
Für ein gutes Leben für alle ­ weltweit.
Lache! Lebe! Liebe! Tanze! Kämpfe!
Bring dich ein, z.B. in den Umsonstladen und das Netz
Umsonstökonomie, stoß selbst etwas an, wovon du vielleicht schon
lange träumst, knüpfe an einem großen Netz solidarischer
Beziehungen, befreie dich ein Stück weit von den Zwängen der
Geldökonomie, organisiere widerständige Aktionen oder beteilige
dich daran.
Bremen braucht viel mehr Projekte wie Selbsthilfewerkstätten,
Treffpunkte für Austausch und gegen die Vereinzelung, Ansätze zur
Produktion für die eigenen Bedürfnisse, Küchen für Alle,
widerständige Aktionsgruppen, die Direkte Aktionen vorbereiten uvm.

Förderverein Soziales Zentrum Bremen e.V
Das Gesamtprojekt ging 2005 aus der Inititative für ein Soziales Zentrum hervor.
Die Idee ist einen Gebäude- und Freiland-Komplex als Projekt om Mietshäusersyndikat freizukaufen.
Es gab seit 2005 mehrere gescheiterte Anläufe auf ein Soziales Zentrum.
Aktuell fördert der Verein die dezentralen Strukturen des Netzes Umsonstökonomie,
insbesondere läuft der Mietvertrag vom Umsonstladen darüber.

Projekte im Netzwerk Umsonstökonomie:
- Umsonstladen (Gastfeldstr. 104)
- Theorieprojekt: „Befreiung vom Geld und Eigentum …“
- Veranstaltungsreihe ‚radical ecology‘

Umsonstladen
Der Umsonstladen ist das älteste, seit Sommer 2006 nach mehreren Umzügen weiter bestehende Projekt.
Seit Sommer 2014 befindet sich der Umsonstladen in der Gastfeldstr. 104 in der Neustadt.
Stöbere gemütlich im Laden, trinke eine Tasse Tee mit uns oder bringe schöne Dinge vorbei,
die du nicht mehr gebrauchen kannst, über die sich andere Menschen freuen …

Im Frühjahr 2014 hat die UnbezahlBAR im Keller der Zions Gemeinde (Kornstr. 31) eröffnet.
Mit der Unbezahl-BAR wird einerseits ein Leihladen aufgebaut, andererseits entsteht ein Kommunikationsort
und es wird eine – über große Teile des Tages zugängliche – sehr große Freebox (im Vorraum) organisiert.
Auch in der Unbezahl-BAR bist du aufgefordert (wie beim Umsonstladen beschrieben) über das nachzudenken,
was du for free mitnimmst.

Seit Herbst 2013 gibt es mit dem Kost-Nix-Laden auf dem Gelände des Alten Sportamtes
(einen nur im Sommerhalbjahr geöffnetes) zweites Umsonstladenprojekt im Netz Umsonstökonomie.

Reader Bremen Umsonst
Im Januar 2008 erschien die erste von Bislang 13 Auflagen des Readers Bremen Umsonst.
Der Reader wird von einer wechselnden Redaktionsgruppe aus dem Netz Umsonstökonomie überarbeitet.
Die 14. Auflage ist für März 2014 geplant.

Nutzer*innengemeinschaft

AK Foodsharing

radical roots
Das Kollektiv ‚Radical Roots‘ hat ihre Ursprünge in der Graswurzel-Bewegung. Wir suchen nach Möglichkeiten, ohne Eigentum, Tauschzwang, Selektion und Leistungsdruck zu leben. Unmöglich? Als Teil des Netzes ‚Umsonstökonomie‘ gehen wir erste Schritte in Richtung Unabhängigkeit. In der noch jungen Gruppe wird aktuell aktiv über Essensverteilung und-herstellung und damit verbundene Landwirtschaft gesprochen. Weitere Themen sind Kräuterkunde, Sprachen, Mobilität, Handwerk, u.v.m. Kommt vorbei!