Utopien: Die Digger in der englischen Revolution

siehe unter Texte, aus: Die Befreiung vom Geld und Eigentum … und warum das noch lange nicht reicht
Band 3: Utopien und Versuche der Befreiung vom Geld und Eigentum

Die erste grundlegende These der Digger war, dass Eigentum an Land Raub ist und Herrschaft bedeutet. Winstanley schrieb: „Ich versichere …, dass die Erde geschaffen wurde, um eine gemeinsame Schatzkammer für den Lebensunterhalt aller ohne Ansehen der Person zu sein, und dass sie nicht geschaffen wurde, um gekauft oder verkauft zu werden.“ (926) „Das Schwert führte das Eigentum ein und erhält es aufrecht“ (927), was für ihn der Sündenfall und die Vertreibung aus dem Paradies ist. „Und deshalb erklären sich jene, die mittels einer ungerechten Macht aus der Erde eine Handelsware gemacht haben, indem einigen alles, den anderen nichts gegeben wird, selbst zu tyrannischen und usurpierenden [(Anm. II)] Herren über Gottes Erde.“ (928) In „The new Law of Righteousness“ schrieben die Digger, „solange es solche Herrscher gibt, die das Land ihr Eigentum nennen [, …] werden die gemeinen Leute niemals ihre Freiheit haben, noch wird das Land von Unruhen, Unterdrückung und Klagen befreit sein.“ (929) Alle Kriege, alles Blutvergießen, alles Leid auf der Erde resultieren aus dem Sündenfall der Eigentumsbildung (930). Winstanley warf die Frage auf, „ob dieses ganze Elend nicht weichen wird, … wenn alle Zweige der Menschheit die Erde als den gemeinsamen Schatz aller ansehen?“ (931) Die Digger begrüßten die Revolution und forderten, sie weiter voran zu treiben. Sie wiesen das Parlament auf Widersprüche hin und forderten fragend, die Macht aller, „deren Ansprüche auf den König zurückgehen, alle Gutsherren und … die zehnten-nehmende Priestermacht beiseite“ (932) zu schieben. „Niemand soll mehr Land besitzen, als er selbst oder in Liebe gemeinsam mit anderen bearbeiten kann; und sie sollen gemeinsam ihr Brot essen … und weder Zins bezahlen noch nehmen.“ (933) (mehr…)

Staatsgewalt: Polizei, dein Freund und Schläger

Tatort, Morden im Norden, Die Rosenheim-Cops, Notruf Hafenkante, Soko Köln Potsdam München Stuttgart … Im Fernsehen und überhaupt in den Medien gibt es eine Flut von positiver Polizeidarstellung, alles andere seien halt Einzelfälle. Die Untertanen können also ruhig schlafen – sweet dreams.

Oder doch nicht?

Polizeigewalt
Feature „Täter in Uniform“ vom 18.04.2018, swr2:

Stimme:
Kamen Sie selbst schon mal mit illegaler Polizeigewalt in Berührung?
Polizist:
Ich hab das in jeder Station, die ich bei der Polizei durchlaufen hab, erlebt: Dass Leute verprügelt wurden! Bürger angegriffen wurden!…- Völlig Unverhältnismäßig!
Stimme:
Und wie oft haben Sie es erlebt?
Polizist:
Unzählige Male!

Stimme:
Clara hat Pfefferspray in den Augen, das brennt wie Feuer, sie kann nichts mehr sehen. Orientierungslos läuft sie los, versucht, aus dem Getümmel herauszukommen. Da nehmen Polizisten sie fest.
Clara:
Mir wurden dann die Arme verdreht, aufn Rücken,…- und ich hab halt immer weiter gerufen: Stopp! Keine Gewalt! Ja, ich hab furchtbare Angst gehabt! Es war halt vor allem n riesen Schock. Weil’s einfach so super brutal war, super schnell ging. Und vollkommen…Du konntest halt nichts machen! Ich hab mich total machtlos gefühlt.
Stimme:
Clara wird auf eine Polizeiwache gebracht. Dort wird sie einem Alkoholtest unterzogen, der ergibt, dass sie 0.0 Promille hat, – Clara mag keinen Alkohol. Sie trinkt nie welchen. Dann wird sie von fünf Polizisten, drei Männern und zwei Frauen, in eine Zelle gebracht und aufgefordert, sich nackt auszuziehen. Clara will das nicht. Sie hat Angst. Sie bittet darum, wenigstens die Männer hinaus zu schicken. Die verlassen jetzt zwar die Zelle, aber die Tür bleibt halb offen. Clara kann sehen wie sie da stehen und hineinschauen. Die zwei Polizistinnen, eine ältere und eine junge, fordern sie erneut auf, sich zu entkleiden.
Clara:
Und ich hab dann noch mal… und hab ihr in die Augen geguckt und hab gesagt: Bitte! Ich will das auf gar keinen Fall machen! …Und es gibt sicherlich auch andre Möglichkeiten, (…) – ich mach freiwillig nen… nen (…) Drogentest, wenn Sie Drogen suchen oder irgendwas, – Aber dann plözlich ist die andere, die ältere… direkt auf mich los gegangen,… und hat direkt los geschrien so: „Sie greift mich an! Warum greifst du mich an!“ (…) Und…dann kamen direkt auch die anderen…- also ich konnte auch gar nichts mehr erwidern, – dann kamen sofort die drei andern Männer rein,
Stimme:
Clara wird zu Boden gebracht.
Clara:
Dann saßen alle fünf irgendwie verteilt auf mir: auf meinen Armen, auf meinen Beinen, auf meinem Rücken, – ich hatte keine Möglichkeit mehr, mich zu bewegen, – ich lag dann aufm Boden, in diesem Raum, der komplett gefliest ist, (…) Dann hatt ich ja dieses umständliche Kleid und diese Leggins an, – die wurden mir einfach aufgerissen, (..), der BH, das war so n Bustier- also ohne Verschluss, wurde einfach abgerissen von meinem Körper,- (..) meine Unterhose wurde runter gerissen, (…) – und dann ähm…wurden meine Pobacken auseinander gedrückt, und irgendwelche Handschuhe, (..) ham mich dann halt an Po und Vagina…durchsucht.
Stimme:
Dann wird Clara nackt wie sie ist, aus der Zelle geschafft. Dabei wird ihr der Kopf auf Kniehöhe heruntergedrückt.
Clara:
Und…ähm…hab noch die ganze Zeit auf meine Unterhose in den Kniekehlen…geschaut, während ich versucht hab, zu laufen. Und dann wurd ich den Gang entlang ans andre Ende…ähm…vom Gang in ne andre Zelle verbracht. Auch an anderen Insassen vorbei,- also an anderen Polizisten. Ich hab dann da Uniformierte und Nicht-Uniformierte Füße gesehen, – an denen ich so vorbei…geführt wurde,… Nackt. Und heulend. Und…äh…vornübergebeugt.
Stimme:
Einen langen Gang entlang in eine Zelle. Sie wird hineingestoßen, landet auf den Knien. Hinter ihr fällt schwer die Tür ins Schloss. Clara möchte telefonieren. Jemandem sagen, wo sie ist.
Clara:
Und der Polizist an der Gegensprechanlage hat halt geantwortet: Sie können gar nicht telefonieren! Sie ham gar kein Telefon in der Zelle! Ich hatte wirklich das Gefühl so, ich verlier grad den Verstand! (…) Die ganze Welt ist auf den Kopf gestellt und… Und dann hab ich angefangen zu singen ganz laut. Alles, was mir eingefallen ist. Und mir richtig viel Mühe gegeben.

Mal ein wenig rätseln:

Welcher Hut passt auf keinen Kopf?
Welcher Ring ist nicht rund?
Welcher Fall tut gut?
Aus welchen Gläsern kann man nicht trinken?
Welche ist die gefährlichste Hose?
Welche Köpfe sind leer am meisten wert?
Es ist kein Baum und hat doch viele Blätter?
Welche Schellen klingeln nicht?
Welche Feige kann man nicht essen?
Welcher Wurm hat menschliche Gestalt?

Hambacher Forst: UND JETZT? – „Denn wir brauchen eben diese Selbstorganisierungserfahrung, um das Wissen zu sammeln und die Hoffnung wieder zu gewinnen, die es braucht, um die Welt auf den Kopf zu stellen und dann neu zu organisieren.“

Erfolg von wem?

Die Rodung ist gestoppt. Und nicht nur das: RWE kündigt an, im Tagebau Hambach weniger Kohle zu fördern, damit es möglich ist bis Ende 2019 weiter zu baggern, bevor der Wald erreicht ist. Es gibt also einen Etappensieg zu feiern. Aber wer hat hier eigentlich gesiegt?

Zeitungen beginnen zu schreiben, der Erfolg sei ausschließlich auf das juristische Vorgehen des BUND zurück zu führen. Viele tausende Menschen, wurden in den letzten Wochen vom Thema „Hambi“ bewegt, und haben in dem brutalen und verantwortungslosen Vorgehen der Landesregierung im Interesse von RWE ihren Glauben in Demokratie und Rechtsstaat bedroht gesehen. Jetzt holen einige vielleicht erleichtert Luft und denken: Wie gut, auf den Staat ist ja doch Verlass.

Dem will ich vehement widersprechen. Auf uns alle ist ja doch Verlass. Auf die Kraft und die Stärke von sozialen Bewegungen ist Verlass. Das Gerichtsurteil war in jedem Fall politisch und kann als Erfolg einer breiten, vielfältigen sozialen Bewegung gefeiert werden. Der Druck der von den entschlossenen Protesten ausgingen, der sich immer mehr zuspitzte anstatt abzuebben, wurde in diesem Gerichtsurteil beantwortet. Außerdem ist zu bedenken, dass der BUND vielleicht nie um den Hambi geklagt hätte, wenn Aktivist*innen nicht schon über Jahre Aufmerksamkeit für diesen Kampf generiert hätten. Und es gilt auch nicht zu vergessen, dass die Tatsache, dass es Gesetze gibt, um die Natur zu schützen, eine Errungenschaft von sozialer Bewegung ist. Eine Errungenschaft von Protest.

Es ist also ein Erfolg von vielen, von denen die meisten nicht Mitglieder in großen Organisationen sind. Ja, es ist auch ein Erfolg von Baumbesetzer*innen, die seit Jahren ihre Körper der Rodungsmaschinerie entgegen stellen. Das ist wichtig zu sagen, auch wenn die schon ziemlich viel Aufmerksamkeit in den letzten Wochen bekommen haben. Zu hoffen bleibt, dass nicht nur die atemberaubenden Bilder von Menschen auf Bäumen in Erinnerung bleiben, sondern auch die emanzipatorischen Inhalte, die diese Menschen verkörpern.

Aber es ist auch ein Erfolg von vielen anderen. Von Menschen, die vor Jahren die einzigen im linken Spektrum waren, die gesagt haben, dass Braunkohle ein Problem ist. Von Menschen, die in langwieriger Arbeit eine Anti- Braunkohle-Bewegung aufgebaut haben, und immer mehr Menschen und schließlich auch große Organisationen und Parteien mit ins Boot geholt haben. Und es ist ein Erfolg von all den Menschen, die im Hintergrund die Arbeit gemacht haben, die es braucht, damit Aktionen, Treffen und Demos überhaupt stattfinden können: Von den Küchenkollektiven, den Ermittlungsausschüssen, der Unterstützungsgruppen für Menschen in Haft, den Out of Action Gruppen, den Menschen die Kinder betreut haben, den Menschen die einfach da waren und offene Arme und Ohren hatten, wenn mal alles zu viel wurde.
(mehr…)

Mal ein bisschen Poesie: Poesiealbum

Einträge aus der Grundschulzeit:

Nenne Dich nicht arm, weil Deine Träume nicht in Erfüllung gehen, wirklich arm ist der, der nie geträumt hat.

Bleibe immer lustig, immer froh! So wie die Maus im Haferstroh!

Hambi bleibt! – Pressemitteilungen vom 3. und 5. Oktober

- Pressemitteilung 03.10.2018 — Das -vorerst- Ende der Räumung +++ im Hambi werden zur Feier des Tages Zäune errichtet +++ Razzia des Wiesencamps

https://hambacherforst.org/blog/2018/10/03/pressemitteilung-03-10-2018/

Pressestatement 5. Oktober 2018

Heute hat das OVG im Zuge eines Eilantrags des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) stattgegeben, die Rodung vorerst auszusetzen…

https://hambacherforst.org/blog/2018/10/05/pressestatement-5-oktober-2018/

Link zum Urteil des Oberverwaltunggerichts Münster
http://www.ovg.nrw.de/behoerde/presse/pressemitteilungen/46_181005/index.php

aus dem Nachrichten-Ticker am 5. Oktober

13:33 neues Tripod im Osten wird geräumt, Aktivisti in Handschellen. Menschen von Ostseite an Betreten des Waldes gehindert, Westseite ohne Polizei. Aktiv. richtung securoad abgeführt. Presse da hin!

11:30 Trotz Rodungsstopp erklärt RWE den Osten des Waldes zum Werksgelände und arbeitet an Absperrungen.

11:10 Neben einem neu errichteten Schutzwall geht der RWE-Werksschutz aggressiv gegen eine Demonstration vor.

https://hambacherforst.org/blog/2018/10/02/ticker-ab-2-oktober/


Hambacher Forst: Protestwochenende

Kommt alle am Wochenende (6. und 7. Oktober) in den Wald und werdet aktiv gegen die Zerstörung der Umwelt, in Verantwortung des Großkonzerns RWE, den Profiteur*innen und staatlichen und kommunalen Amtshilfe Leistenden.

6. Oktober *Großdemonstration “Stop Kohle”* ab 10.30 Uhr

S-Bahnhof Buir, An der Brennerei 2, Kerpen

7. Oktober *Waldspaziergang*

Treffpunkt: An der Einfahrt zum Kieswerk Morschenich

Rückblick zu Repression im und um den Hambacher Forst – Ende August bis Ende September 2018

vom Ermittlungsausschuss Hambacher Forst

https://hambacherforst.org/blog/2018/10/02/rueckblick-zu-repression-im-und-um-den-hambacher-forst-ende-august-bis-ende-september-2018/

UND: Hambacher Wald: Infos zu den Gefangenen im Umfeld der Waldbesetzung

siehe https://de-contrainfo.espiv.net/2018/10/03/hambacher-forest-jazzy-und-winter-gegen-auflagen-aus-der-haft-entlassen/

in english:
https://en-contrainfo.espiv.net/2018/10/03/hambacher-forest-jazzy-and-winter-were-released-after-their-court-hearing/

Umsonstladen: Finanzen


Wir wollen eine Welt ohne Geld. Denn Geld zerstört Menschen, Beziehungen, Leben und auch Räume. Doch wir sind dem Geld unterworfen, wir müssen ebenso wie viele andere für Miete, Strom, Heizung bezahlen. Das erweist sich als immer schwieriger, da die Spendensumme rückläufig ist und unsere Energie zur Geldbeschaffung ebenfalls schwindet.
Der Laden benötigt also dringend finanzielle Förderung! Viele, kleine regelmäßige Spenden sichern den Fortbestand. Ob zwei Euro oder mehr im Monat, gemeinsam können wir diesen Raum offen halten, offen für viele Möglichkeiten und als gelebter Versuch für eine Alternative.

Förderverein Soziales Zentrum Bremen e.V.
IBAN: DE84 4306 0967 2008 5494 00
BIC: GENODEM1GLS
Der e.V. ist nicht als gemeinnützig anerkannt, kann also keine
Spendenquittungen ausstellen!

Umzug: Ølhafen

Die Wagencrew Ølhafen hat die brachliegende Fläche beim Neustadtsgüterbahnhof neben der alten Unruh-Spedition in der Senator-Apelt-Straße mit Bauwagen und Wohn-LKWs besetzt. Nun bittet sie alle Freund*nnen von wiederbelebten Lebensräumen sie gegen Räumungsaufforderungen zu unterstützen. Kommt vorbei!

5 Wochen lang standen die Wagen auf dem ehemaligen Toys‘R'Us-Gelände an der Neuenlander Straße, wo ein Mini-Skatepark aufgebaut wurde und mehrere Küfas (Küche für Alle) und Konzerte stattfanden. Nun wurde die Nutzung der Fläche nicht länger geduldet, da dort erste Baumaßnahmen für den geplanten Bau der A281 beginnen sollen.
Auf der nun belebten Brache neben der ehemaligen Unruh-Spedition ist ein buntes Programm geplant. Siehe auf ihrem No-Blog:
https://wagencrewoelhafen.noblogs.org

Mal etwas Humor: KOKO GUTER VOGEL

In Anbetracht eines Bildes, das einen Vogel beim Füttern der Jungen zeigt, scherzt die 10-jährige Koko in Gebärdensprache:

KOKO: „Das ich“ (und zeigt auf den erwachsenen Vogel).
Barbara: „Bist du das wirklich?“
KOKO: „Koko guter Vogel.“
Barbara: „Ich dachte, du bist ein Gorilla.“
KOKO: „Koko Vogel.“
Barbara: „Kannst du fliegen?“
KOKO: „Gut“ („Gut“ kann auch „ja“ bedeuten.)
Barbara: „Zeig es mir.“
KOKO: „Nachmachen Vogel, Clown.“
(KOKO lacht.)
Barbara: „Du neckst mich.“ (KOKO lacht.)
Barbara: „Was bist du wirklich?“
KOKO (lacht wieder und macht nach einer Weile die Zeichen): „Gorilla KOKO“.
(mehr…)

Anarchistische Transformation

Das demokratisch verwaltete patriarchal-kapitalistische System führt permanent Kriege – militärische Kriege aus geo-strategischen Gründen oder zur Rohstoffsicherung, Soziale Kriege gegen die eigenen Bevölkerungen und Ausplünderungs-Kriege gegen die Menschen (nicht nur im Globalen Süden), die der Sicherung des Transfers von Rohstoffen an hiesige Konzerne und in die mächtigen Staaten im Weg stehen. Alle diese Kriege haben Anteile, die sie auch zu Klima-Kriegen machen. Der Braunkohle-Abbau im
rheinischen Kohlerevier und in der Lausitz ist nur ein Punkt, an dem ein Klima-Krieg sich in der BRD besonders manifestiert. Und der Hambacher Forst ist der Punkt, an dem sich am deutlichsten eine radikale, anarchistisch inspirierte Ökologie-Bewegung neu formiert hat. Die Klimakriege und auch die anderen Ökokriege sind immer auch soziale Kriege, die sich gegen die Armen und gegen die (potentiell) widerständig lebenden Menschen richten.Diese Kriege drohen die Lebensgrundlagen auf der Erde soweit zu zerstören, dass nach dem Zusammenbruch des patriarchal-kapitalistischen Systems keine emanzipatorische Alternative mehr möglich sein könnte.
Es gilt jetzt zu handeln. Es hat unserer Überzeugung nach keinen Sinn, dabei auf demokratische Reformen zu setzen. Die Demokratie ist ein auf den Kapitalismus zugeschnittenes Herrschafts-System. Sie kann das patriarchal-kapitalistische System also nicht überwinden. Wir müssen also Perspektiven entwickeln, wohin gesellschaftliche Entwicklung gehen soll, und welche Schritte jetzt sinnvoll sind, eine anarchistische Transformation vorzubereiten.

Vegane Hambi-Soli-Schlemmerzeit im U-Laden: Samstag, 22.9, 16 Uhr

Am Samstag, den 22.9. startet eine Demo für den Hambacher Forst um 12 Uhr ab Hauptbahnhof Bremen.

Daher fällt an diesem Tag unser Brunch um 11 Uhr aus. Doch dafür erwartet Euch um 16 Uhr eine vegane Hambi-Soli-Schlemmerzeit.

Kinoabend: BRAND III, 21.9, 19 Uhr


BRAND III Widerstand im reichen Land, 120 min

Präsentiert von der KlimagruppeBremen im Umsonstladen, Gastfeldstraße 104, Freitag, 21.9, 19 Uhr

Eine Reise im Rheinischen Braunkohlenrevier und eine Denkreise zum Kern der ökologischen Krise. Eine Film-Trilogie über Fossiles Wirtschaften, Braunkohle, Klimapolitik und den Widerstand im Rheinischen Revier. Jeder der drei Filme ist eigenständig. In der Trilogie ergeben sie ein neues Ganzes und vertiefen sich gegenseitig. Von Susanne Fasbender in Kooperation mit dem Hambacher Forst Filmkollektiv.

Im November 2012 beendete ein Aktivist mit einer aufwändigen Tunnelverschanzung im Hambacher Forst die Stille um die seit 1972 betriebene Abholzung dieses ehemals gigantischen Waldgebietes im Städtedreieck, Köln, Düsseldorf und Aachen. Weit über die lokalen Grenzen hinaus wurde dadurch die Rodung der uralten Hambacher Wälder durch den Energiekonzern RWE bekannt. Heute stehen nur noch 10% dieses Waldes. AktivistInnen verschiedener Gruppen hatten es sich zur Aufgabe gemacht, das Rheinische Braunkohlenrevier zu einem Kristallisationspunkt für den Kampf gegen Kohleverstromung zu machen. 5 Jahre später waren im Sommer und Herbst 2017 zusammen über 10000 Menschen an Protestaktionen rund um die Tagebaue beteiligt.
Susanne Fasbender blickt In BRAND III zurück auf erste Klimacamps im Rheinland, besuchte engagierte BürgerInnen gegen Gesundheitsschäden durch Braunkohleverstromung und erzählt die Geschichte der Waldbesetzung im Hambacher Forst. Sie hat in Kooperation mit dem Hambacher Forst Filmkollektiv über mehrere Jahre einige der vielen Ereignisse des Widerstandes begleitet, um diese individuellen Grenzüberschreitungen nicht nur zu dokumentieren, sondern ihnen einen Raum zu geben, in dem dahinter liegende Konzepte erklärt werden und persönliche Gedanken zu Wort kommen. AktivistInnen sprechen von Taktiken und Motivation, von ihren Erfahrungen damit, im Wald zu leben und sich gleichzeitig mit ihrem
Kampf für eine lebenswerte Zukunft einer antiökologischen Aufstandsbekämpfung mit unsicherem Ausgang auszusetzen.
(mehr…)

Mal ein Rezept: Schlummertrunk

Für Entspannung und Gelassenheit in aufreibenden Zeiten:

1 Handvoll Mandeln (oder bereits gemahlen)
250 ml Wasser oder Pflanzenmilch
4 entsteinte Datteln
1 EL (gehäufter) schwach entöltes Kakaopulver

Mandeln mixen, Flüssigkeit hinzugeben und alles pürieren. Dann Datteln und schließlich den reinen Kakao hinzugeben und mitpürieren.

Zucker im Tank: Kraftwerk Niederaußem

Wegen #NiederAUSmachen wird das Kraftwerk weiter gedrosselt.
Kohleausstieg bleibt Handarbeit! #hambibleibt #hambacherforst
(mehr…)