Zucker im Tank: Kraftwerk Niederaußem

Wegen #NiederAUSmachen wird das Kraftwerk weiter gedrosselt.
Kohleausstieg bleibt Handarbeit! #hambibleibt #hambacherforst
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Ⓐ-Kino: BRAND II, 19.09, 19 Uhr

Eine Reise im Rheinischen Braunkohlenrevier und eine Denkreise zum Kern der ökologischen Krise. Eine Film-Trilogie über Fossiles Wirtschaften, Braunkohle, Klimapolitik und den Widerstand im Rheinischen Revier.
Jeder der drei Filme ist eigenständig. In der Trilogie ergeben sie ein neues Ganzes und vertiefen sich gegenseitig. Von Susanne Fasbender in Kooperation mit dem Hambacher Forst Filmkollektiv.

Der jahrzehntelange, alles beherrschende Zugriff auf das Land hat die Atmosphäre in der Region zutiefst geprägt. Alles scheint verletzt oder ist in tragischer Erwartung. Die kommende Zerstörung des noch ruhig da Liegenden ist auch in den noch bewohnten Orten allgegenwärtig. Die schon unbewohnten Dörfer sind von Menschen verwaist, während die Vögel den Wildwuchs ihrer Gärten und Parks mit ihrem Gesang begleiten. Die ungezählten uralten hohen Bäume, die die alten Orte bekleiden, werden, wenn es losgeht, als erstes beseitigt.
BRAND II erzählt von der Zerstörung einer jahrhundertealten Kulturlandschaft für den Braunkohleabbau im Rheinland bis ins Jahr 2027 hinein. „Der Film macht die Tiefe dieses existentiellen Einschnitts begreifbar, den nicht nur die erzwungene Umsiedlung, sondern das Wissen um die restlose Vernichtung dessen, was das Wort „Zuhause“ mit all seinen bis in die Sprache, bis in die Tradition der Gewerke und einige jahrhunderte alte Familien-geschichten besser trifft, als der hoch aufgeladene und politisch leider missbrauchte Begriff „Heimat.“ aus Texte zum Film von Dr. Frauke Tomczak, Literatur- und Filmwissenschaftlerin, Autorin und Dozentin.

Hambacher Forst: Mahnwache in Bremen

Heute Vormittag beginnt die Landesregierung mit der Räumung im Hambacher Forst.

Während wir einen einmaligen Hitzesommer erlebt haben, Wälder in ganz Europa brannten und uns die Ausmaße des Klimawandels eindrücklich gezeigt wurden, soll nun im Rheinland ausgerechnet ein einzigartiger Wald der klimaschädlichen Braunkohle weichen.
Unter dem Vorwand des Brandschutzes hat die NRW Landesregierung nun scheinbar einen Grund gefunden, die unliebsamen Baumhäuser räumen zu lassen. So will sie den Weg freimachen für die Profitinteressen von RWE, die direkt für Umweltzerstörungen und Klimawandel verantworklich sind. Nach Barrikadenräumungen und der Durchsuchung des Wiesencamps, nach der Ausrufung eines „gefährlichen Ortes“ und der Schikanierung von Anwohner*innen ist dies der Höhepunkt der Eskalation.
Damit beginnt heute eine bundesweite Massenmobilisierung. Tausende Menschen werden sich in den nächsten Tagen mit Demonstrationen, Sitzblockaden und Waldspaziergängen für den Erhalt des Waldes einsetzen.
https://hambacherforst.org/blog/

Ab 12.30 informiert die KlimagruppeBremen bei einer Mahnwache am Ziegenmarkt im Viertel über den aktuellen Stand. Außerdem gibt es dort bei strahlender Sonne das legendäre Hambibleibt-Spiel, Musik, Farben, Kaffee und Kekse…

Hambacher Forst: Solidarität


Das Transparent ist in den Neustadtswallanlagen zu entdecken.

Tag X

Solidarität mit dem Hambacher Forst
Die Besetzer*innen schreiben: „Wir brauchen euch jetzt! …, kommt am
besten sobald wie möglich in den Wald. Ihr könnt uns unterstützen, egal
ob ihr nur für ein paar Stunden, einige Tage oder die gesamte
Rodungssaison da seid.“

Ein Großaufgebot der Polizei ist im Einsatz. Es wurden Barrikaden im
Wald geräumt und auch das legale Wiesencamp (neben dem Wald). Der
Hambacher Forst wurde zum Gefahrengebiet erklärt, was ihnen
verdachtsunabhängige Kontrollen ermöglicht. Am Do 6.9.2018 haben
Räumungen im Wald begonnen: Tag X

hambacherforst.org/blog --& twitter: #HambiBleibt @Oaktown1312 #TagX

Termine

- Dauermahnwache: Kreuzung L 276 / L 257

- Tag X +1 ab Fr 7.9. Aktion Unterholz (ein Wochenende des Widerstands
im Hambacher Forst! Treffpunkt um 9:30 Uhr an der Mahnwache an der L257, Einfahrt zum Kieswerk)
online Mitfahrbörse:
https://kurzlink.de/SW8ZYXBkc
https://paste.systemli.org/?4b7386ec3d34f2de#JlpPBvtCQ32NzsCI6mg4uZ9HU8Uxh7HnFSfdFqBCLR4=

- Sonntag 9.9. Großdemo vom Bahnhof Buir aus

- So 16.9. 12 – 17:00: Aktion ‚AufBäumen‘ gegen Kohle
aufbaeumengegenkohle.de

- 22.9. – 3.10. Skillsharing-Camp im Hambacher Forst

- ab 14.10. Rodungssaison beginnt (gerichtlich etwas später angesetzt)

Umsonstladen Bremen – Veranstaltungen zum Thema:

Bei Räumungen im Hambacher Forst können sich die VA‘s
verschieben! http://umsonstladenbremen.blogsport.de/veranstaltungen/

Di 11.9. 20:00
Brand I – Vom Eigentum an Land und Wäldern, Film mit Umsonst-Theoriegruppe

Mi 19.9. 19:00
Brand II – Gegenwart der Dörfer und Bepreisung der Natur, Film mit Ⓐ-Kino

Fr 21.9. 19:00
Brand III – Widerstand im reichen Land, Film; angefragt ist die
Klima-Gruppe

Sa 22.9. 11:00 veganer Soli-Brunch für den Hambacher Forst

Mi 26.9. 19:00 Anarchistische Transformation statt Klimakriege

Brand Film-Trilogie von Susanne Fassbender (BRD, 2018) ist ein
„mehrteiliges umfassendes Filmwerk, in dem sie die Zusammenhänge
zwischen Rohstoffabbau, Landnahme, Wirtschaftswachstum und Klimakrise auf beeindruckende Weise analytisch zu fassen weiss.“ … „Ein Film, der mit analytischen Mitteln den ‚Kern der ökologischen Krise‘ namhaft macht, mit klug eingesetzten filmischen Mitteln die naturalen, sozialen und emotionalen Wirkungen dieser menschengemachten Katastrophe aufspürt und schließlich mit künstlerischen Mitteln das Ausmaß des unwiederbringlich Verlorenen vergegenwärtigt.“
Trailer und Weiteres: brandfilme.org

Anarchistische Transformation statt Klimakriege:
Das demokratisch verwaltete patriarchal-kapitalistische System führt
permanent Kriege – militärische Kriege aus geo-strategischen Gründen
oder zur Rohstoffsicherung, Soziale Kriege gegen die eigenen
Bevölkerungen und
Ausplünderungs-Kriege gegen die Menschen (nicht nur im Globalen Süden),
die der Sicherung des Transfers von Rohstoffen an hiesige Konzerne und
in die mächtigen Staaten im Weg stehen. Alle diese Kriege haben Anteile,
die sie auch zu Klima-Kriegen machen. Der Braunkohle-Abbau im
rheinischen Kohlerevier und in der Lausitz ist nur ein Punkt, an dem ein
Klima-Krieg sich in der BRD besonders manifestiert. Und der Hambacher
Forst ist der Punkt, an dem sich am deutlichsten eine radikale,
anarchistisch inspirierte Ökologie-Bewegung neu formiert hat.
Die Klimakriege und auch die anderen Ökokriege sind immer auch soziale
Kriege, die sich gegen die Armen und gegen die (potentiell) widerständig
lebenden Menschen richten.Diese Kriege drohen die Lebensgrundlagen auf
der Erde soweit zu zerstören, dass nach dem Zusammenbruch des
patriarchal-kapitalistischen Systems keine emanzipatorische Alternative
mehr möglich sein könnte.
Es gilt jetzt zu handeln. Es hat unserer Überzeugung nach keinen Sinn,
dabei auf demokratische Reformen zu setzen. Die Demokratie ist ein auf
den Kapitalismus zugeschnittenes Herrschafts-System. Sie kann das
patriarchal-kapitalistische System also nicht überwinden. Wir müssen
also Perspektiven entwickeln, wohin gesellschaftliche Entwicklung gehen
soll, und welche Schritte jetzt sinnvoll sind, eine anarchistische
Transformation vorzubereiten.

Hambacher Forst: Tag X ist da! Wie werde ich aktiv?

Tag X ist gekommen! Die Bodenstrukturen der Waldbesetzung wurden bereits geräumt, die ersten Baumhäuser werden geräumt und der ERSTE BAUM IST GEFALLEN. Räumung bedeutet immer auch gleich Rodung, das heißt, spätestens jetzt müssen wir aktiv werden und versuchen, die Räumung und Rodung auf verschiedensten Wegen zu verhindern und zu stören.

Kommt in den Wald, ob alleine oder mit eurer Bezugsgruppe, macht Soliaktionen (Kletteraktionen, Banner malen, Plakatieren, Sabotage, Demos, Vorträge…egal was, alles geht!) und verbreitet die Kunde von der Zerstörung des Hambacher Forsts – ein 12.000 Jahre alter Wald und Ort des Widerstands gegen Braunkohle und das kapitalistische System, der dem deutschen Rechtsstaat ein Dorn im geldgierigen Auge ist.

Mehr unter: https://hambacherforst.org/blog/2018/09/06/tag-x-ist-da-wie-werde-ich-akitv/

Wie komme ich in den Wald?

Das große derzeitige Polizeiaufgebot macht es Menschen zurzeit nicht leicht, in den Wald zu kommen. Über Umwege und im Schutze der Nacht ist dies jedoch trotzdem möglich.

Außerdem gibt es die Akteurin ‚Aktion Unterholz‘, die plant, ab Tag X+1 (das heißt der erste Tag nach dem Tag X ausgerufen wurde) mit einer großen Masse an Menschen täglich in den Wald zu gehen und zu versuchen, die Rodungs- und Räumungsmaschinen zu blockieren. Hier kann mensch mitmachen und auch spontan noch in den Widerstand treten. Es werden auch weitere, übergreifende Aktionen stattfinden.

Mehr Infos dazu unter: http://aktion-unterholz.org/