Die Idee

Wie können wir unser Leben selbst in die Hand nehmen, ohne den Zwang durch Geld und Eigentum, Staat und Patriarchat? Wir nähern uns diesem Ziel Schritt für Schritt – frei vereinbart, gemeinsam statt vereinzelt, kämpferisch statt duldsam.
Im U-Laden kannst du dir nehmen, was du brauchst. Egal, wer dich im Spiegel anschaut, woher du kommst, wohin du gehst. Hier ist der Ort, wo du bei Tee und Kuchen stöbern und klönen kannst. Kleidung, Geschirr, Bücher und all die Dinge werden weder gekauft, verkauft noch getauscht. Wenn du willst, bringe heile, saubere Dinge vorbei. Sortiere auch gerne die Sachen ein oder achte auf Ordnung im Laden, denn hier gibt es keine Chefin, keine Kunden, keinen Lohn. Der Laden bietet Freiraum für deine Ideen. Setze dem Gerede von der Alternativlosigkeit deine Kreativität und dein Können entgegen. Gewinne aus Utopien die Kraft für Veränderungen und beuge dich nicht dem kleineren Übel, um dir dann ein Preisschild für dein Leben, deine Würde, dein Glück anheften zu lassen.
Konsumiere nicht bloß, sondern genieße, widersetze dich dem Konkurrenzkampf, der als Selbstbestimmung daherkommt, der dir eintrichtert – analysiere dich, optimiere dich, vermarkte dich!
Sei eingeladen den Laden mitzugestalten, probiere dich aus, teile dein Wissen, deine Fähigkeiten, Fertigkeiten. Versuche Neues, lasse dich ein, mache in deinem Tempo.
In dem U-Laden finden Brunch, Kino, Vorträge statt … ergänze, wenn du möchtest.

Die Gruppe

Vielleicht findest du unsere Ideen befremdlich oder unrealistisch. Dann komme gerne vorbei und wir können diskutieren, sogar streiten, aber immer mit Respekt voreinander. Wir möchten ein gutes Leben für alle. Wir möchten unsere Angelegenheiten nicht vom Staat, von Konzernen, Polizei, den sog. Eliten beherrschen lassen. Es kann Angst bereiten, das zu versuchen, was eins am meisten will, denn Freiheit und Demokratie werden uns nur vorgegaukelt. Reformen werden die Tyrannei des Marktes und des Patriarchats nicht heilen. Es ist unsere Aufgabe eine freie Welt zu erringen, Parteien oder Avantgarde können sie nicht für uns erreichen.
Wir sind Anarchistinnen und Anarchisten. Nein, das bedeutet nicht Gewalt und Chaos, die Starken gegen die Schwachen. Es bedeutet frei zu sein, frei von Herrschaft, frei mit anderen zu kooperieren, selbstbestimmt und selbstorganisiert die eigenen Angelegenheiten zu regeln und einander auf Augenhöhe zu begegnen. Sich nicht einreden zu lassen, eins sei sündig, minderwertig, leistungsschwach, überflüssig, austauschbar, unmündig, dumm, unwichtig.
Wir wollen nicht die braven Untertanen sein, die Selbstausbeutung als Freiheit akzeptieren. Sondern widerständig sein, im Kleinen und Großen. Wir wollen die ganze Palette des Lebens nach unseren Wünschen ausprobieren können, nach Abenteuer, ruhigem Hafen, Liebe, Kampf, Freundschaft, Kreativität, Solidarität, Lachen, Weinen, Tanzen, Schaffen. Wenn du mitmachen möchtest, brauchst du keine Anarchistin oder Anarchist zu sein.
Der U-Laden ist Teil vom Netzwerk Umsonstökonomie, wo auch seit vielen Jahrenüber über die theoretischen Grundlagen diskutiert wird. Unter dem Titel „Befreiung vom Geld und Eigentum! Und warum das noch lange nicht reicht!“ ist ein kollektives Werk der Kritik und Utopie entstanden.

Mitmachen

Sei aktiv in der Gruppe, nimm am Plenum teil, übernehme Öffnungszeiten etc.
Fördere den U-Laden durch regelmäßige Spenden für Miete, Heizung, Strom.
Rede vom Laden in deinem Freundes- und Bekanntenkreis.
Sprich uns an und realisiere deine Ideen.
Überlege dir selbst kleine Spendenaktionen für den Laden.
Gebe neue Anregungen in den Laden

Förderverein Soziales Zentrum Bremen e.V.
IBAN: DE84 4306 0967 2008 5494 00
BIC: GENODEM1GLS
Der e.V. ist nicht als gemeinnützig anerkannt, kann also keine
Spendenquittungen ausstellen!